VEFS besucht Hugo Müller

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Die VEFS besuchte die Fa. Hugo Müller in Schwenningen.

 

Trotz Hitze besuchten 26 Mitglieder des Vereins ehemaliger Feintechnikschüler die Fa. Hugo Müller in Schwenningen. Nah an der Feintechnikschule gelegen fand man den Weg zum Unternehmen zu Fuß. Dort wurden die Besucher von der Geschäftsführerin Annette Müller empfangen und mit kühlem Mineralwasser begrüßt. Annette Müller und der Leiter des Qualitätsmanagements Thomas Bürk beantworteten mit viel Detailwissen die Fragen eines interessierten Publikums bei der Führung durch das Unternehmen.

Hugo Müller ist in mittelständisches Schwenninger Familienunternehmen, welches bereits 1929 in der Weltwirtschaftskrise von dem ehemaligen Mitarbeiter der württembergischen Uhrenfabrik Hugo Müller gegründet wurde.

Heute zählt der Betrieb etwa 100 Mitarbeiter, etwas über die Hälfte sind Frauen. Von der Entwicklung bis zum Vertrieb findet alles in Schwenningen statt. Geschäftsführer sind die Geschwister Annette und Alexander Müller, denen das Unternehmen je zur Hälfte gehört.

Die Fa. Hugo Müller gibt es nun seit fast 100 Jahren in Schwenningen. In der Weltwirtschaftskrise begann Hugo Müller mit Lautsprechern, Kopfhörern und Radiobausätzen, damals hochmoderne Produkte, die jeder haben wollte. Der Uhrenkrise in den 70er Jahren begegnete das Unternehmen konsequent durch Einbeziehung der Quarztechnologie und den neu auf dem Markt befindlichen Mikroprozessoren. Das Ergebnis der Entwicklung war die erste digitale Zeitschaltuhr des Unternehmens.

Noch heute sind Schaltuhren ein wichtiger Bestandteil des Produktportfolios und eine der Kernkompetenzen der Firma Hugo Müller.

Die Produkte des Unternehmens sind klein, die Losgrößen begrenzt. Vieles wird deshalb von Hand gemacht. Die spezifische Situation erzwingt Vereinfachung der Fertigungsabläufe, was zu völlig neuen effektiven Lösungen besonders auch bei der Qualitätsentwicklung führt.

Modernste Technik kommt zum Einsatz beim Aufbau einer flexiblen Einzelplatzfertigung, bei den Leiterplattenbestückungsautomaten und bei den elektronischen Prüfverfahren. Die Wege im Unternehmen sind kurz, die Hierarchien sehr flach. Fragen der Mitarbeiter werden schnell und ohne Bürokratie geklärt.

Heute werden die Produkte des Unternehmens vor allem von den Anforderungen der aktuellen Gebäudetechnik bestimmt.

Die Besucher staunten immer wieder, über die technischen, aber auch organisatorischen Lösungen bei Hugo Müller, aktuell ergänzt durch anwenderfreundliche moderne Softwareentwicklungen, um Kundenwünsche weltweit auf höchstem technischem Niveau auch individuell zu erfüllen.

Zum Abschied gab es noch kühles Speiseeis, damit die Besucher trotz Hitze den Weg zur Feintechnikschule zurückfanden.

 

Bericht: Dr. Annemarie Conradt-Mach

Fotos: Marc Fehrenbacher