Funkelndes, Schillerndes und Robotor-Gesteuertes



































Tag der Ausstellung der Abschlussarbeiten an der Staatlichen Feintechnikschule mit Technischem Gymnasium in Schwenningen
Thomas Ettwein eröffnete am Sonntag, 26. Juli den traditionell am letzten Sonntag im Schuljahr stattfindenden Tag der Ausstellung der Abschlussarbeiten der Feintechnikschule. Eine besonders herzliche Begrüßung galt den Ehrengästen: Dr. Annemarie Conradt-Mach, seiner „Vorgängerin im Amte“, Landrat Sven Hintersee, dem Landtagsabgeordneten Andreas Braun, Bürgermeister Jürgen Roth sowie Peter Hellstern und Christian Hamdorf, dem Ehrenvorsitzenden und dem Vorsitzenden der Vereinigung Ehemaliger Feintechnikschüler (VEFS)
Was die Absolventinnen und Absolventen der drei Sparten der Berufsfachschule – Feinwerkmechanik, Systemelektronik und Uhrmacherei – im letzten Schuljahr in den Werkstätten als Gesellstücke erarbeitet haben, konnte einem halbwegs Empfänglichen den Atem rauben: Ein kleiner Zug, ein Oszillograph, präzise tickende, silbern und golden funkelnde Uhren und und und.
Die Ehrengäste nutzten die Gelegenheit, an der traditionellen Präsentation der modernen Maschinen in der Lernfabrik Industrie 4.0 durch Michael Miksic teilzunehmen. Und ein gutes Dutzend der Gäste besuchte die ebenfalls traditionelle Präsentation des Chemie-Saals. Dieses Jahr stand sie unter dem Titel „Rauschen und Brausen und Schillern“.
Christian Böttcher und Vitalii Majer von der Theater-AG präsentierten ihre witzigen „Einblicke ins Schulleben – visuell und akustisch“ im Anschluss an die Eröffnung in einem Klassenzimmer über der Aula, wobei die bereitgestellten und den Raum gut füllenden 35 Stühle gerade ausreichten.
Ebenfalls vor vollen Rängen, sogar in einem großen Saal, wurde der traditionelle Roboter-Wettkampf ausgetragen. Wobei traditionell nur Titel, Größe des Spielfelds und Aufgabenform sind: etwa verbandskastengroße Gefährte werden aus Einzelteilen wie Rädern, Steuereinheit, Sensoren und Ähnlichem zusammengesetzt und jedes Team muss die Fahrzeuge so programmieren, dass sie eine Aufgabe bewältigen können. Die Aufgabe wechselt von Jahr zu Jahr. Und Jahr für Jahr finden die Informatik-Lehrer eine neue Nuss, die ihre Schülerinnen und Schüler knacken müssen: Mal sollen auf dem Spielfeld verstreute Plastikfigürchen möglichst schnell zu einem bestimmten Punkt geschoben werden, mal das Produkt eines anderen Teams aus einem Kreis gedrückt werden – heuer galt es, von einer Kreuzung eines Netzes von Linien aus loszufahren und dabei der schwarzen Linie so lange zu folgen, bis eine Kreuzung erreicht wurde, auf die ein blaues oder rotes Kärtchen lag. Je nach Farbe musste der Roboter nach links oder rechts abzweigen. Die Positionen der Kärtchen wurden nach jeder Spielrunde geändert. Fast alle Fahrzeuge brausten ziemlich schnell los, verließen dann aber die Piste schon beim Geradeausfahren oder spätestens nach der zweiten 90-Grad-Kurve. Das Sieger-Team (Vincent Huth, Sebastian Sukalic und Luan Gak) hatte ein ziemlich langsames Gerät konstruiert, war jedoch in Punkto Genauigkeit allen anderen überlegen. Mit berechtigtem Stolz präsentierten sie ihre Urkunden, die Schulleiter Thomas Ettwein ihnen überreicht hatte, als Hausfotograf Johann Weniger sie fotografierte. Und nicht ohne Stolz betrachteten ihre Informatik-Lehrer Marc Fehrenbacher, Thomas Kusch, Andreas Heinrich und Daniel Weißhaar die Szene…
Was an diesem Tag wohl die meisten Zuschauer anlockte? Da dürften die Abschlussarbeiten in der Aula und die beiden Stände, an denen gegen einen geringen Obolus freundliche Schülerinnen und Schüler einem Getränke, Steaks, Würstchen, Brötchen und Kartoffelsalat überreichten, um die Krone der Palme ringen…
Text: Caroline Dirichs
Bilder: Johann Weniger