Einblick in moderne Industrie und nachhaltige Produktion

FTFW2F, rechts Yannik Erath (Ausbilder und Teamleiter Metall, Wiha) mit Lehrer Gino Raffa
links Simon Kropfreiter, 2.v.l. Lena Hildebrand, rechts Christian Schäfer (Betriebsleiter)

Am 24. Februar 2026 unternahm die FTFW2F-Klasse der Feintechnikschule einen lehrreichen Ausflug zu zwei regionalen Unternehmen. Die angehenden Techniker im zweiten Ausbildungsjahr erhielten dabei spannende Einblicke in moderne Fertigungsprozesse und nachhaltige Produktionsweisen.

Der Vormittag führte die Schüler zur Wiha Werkzeuge GmbH in Mönchweiler. Das international tätige Unternehmen ist auf die Herstellung hochwertiger Werkzeuge spezialisiert, die unter anderem den strengen DIN-VDE-Normen entsprechen. Diese Normen gewährleisten sicheres Arbeiten unter Spannung. Darüber hinaus produziert Wiha sogenannte ESD-Werkzeuge, die speziell für den Einsatz an empfindlichen elektronischen Bauteilen entwickelt wurden. ESD steht für „Electrostatic Discharge“, also elektrostatische Entladung.

Durch den Betrieb führte Yannick Erath, Ausbilder und Teamleiter im Metallbereich, der den Schülern die technischen Abläufe anschaulich näherbrachte. Im Mittelpunkt standen dabei nicht nur die aufwendigen VDE-Prüfverfahren, sondern auch hochmoderne, vollautomatisierte Spritzguss- und Montageanlagen sowie die eingesetzten Wärmebehandlungsöfen.

Am Nachmittag setzte die Klasse ihre Exkursion bei Straub-Verpackungen in Bräunlingen fort. Das traditionsreiche Familienunternehmen, gegründet im Jahr 1823 und mittlerweile in achter Generation geführt, blickt auf über 200 Jahre Firmengeschichte zurück. Besonders hervorzuheben ist die dreifache Zertifizierung nach ISO 50001 (Energiemanagement), ISO 14001 (Umweltmanagement) und ISO 9001 (Qualitätsmanagement).

Vor Ort wurde die Schülergruppe von einem engagierten Team empfangen, darunter Betriebsleiter Christian Schäfer sowie Ausbilder Lena Hildebrand und Simon Kropfreiter und Mitarbeiter aus verschiedenen Unternehmensbereichen. Sie gaben Einblicke in die Produktion, bei der täglich rund 447 Tonnen Wellpappe verarbeitet werden, und das unter nachhaltigen Gesichtspunkten. Die verwendeten Materialien bestehen zu 80 Prozent aus Altpapier und zu 20 Prozent aus Frischfasern und sind vollständig recycelbar.

Ein praktischer Belastungstest demonstrierte eindrucksvoll die Stabilität der Produkte: Vor den Augen der Schüler hielt ein Karton einer Belastung von rund 500 Kilogramm stand, bevor er schließlich leicht nachgab. Die Exkursion verdeutlichte somit anschaulich die Verbindung von Qualität, Technik und Nachhaltigkeit in der modernen Industrie.

Text: Gino Raffa, Kirsten Rocholl
Bilder: Gino Raffa

Februar 2026