Verabschiedungen: Gundula Glaser und Andreas Heinrich gehen in Ruhestand

v.l.: Schulleiter Thomas Ettwein, Gundula Glaser, Meike Buschle vom Personalrat und Andreas Heinrich

Bild von links: Schulleiter Thomas Ettwein, Gundula Glaser, Meike Buschle vom Personalrat und Andreas Heinrich

Verabschiedung von Frau Gundula Glaser in den Ruhestand

Mit dem Ende des Schuljahres verabschieden wir unsere geschätzte Kollegin Frau Gundula Glaser in den wohlverdienten Ruhestand. Ihr beruflicher Weg ist geprägt von großer fachlicher Kompetenz, vielfältigen Erfahrungen und einem außergewöhnlichen Engagement für die berufliche Bildung.

Nach dem erfolgreichen Abschluss ihres Diplomstudiums in der Fachrichtung Informationstechnik an der Technischen Universität Dresden im Jahr 1986 arbeitete Frau Glaser zunächst als Diplom-Ingenieurin für Schaltkreisentwurf am Zentrum für Forschung und Entwicklung des Elektroapparatewerkes in Berlin. Von 1991 bis 2005 war sie als Dozentin in der Erwachsenenbildung im Bereich Elektrotechnik tätig und leitete ab 2002 die Geschäftsstelle der Firma elop GmbH in Karlsruhe. In dieser verantwortungsvollen Position führte sie ein Team von ca. 20 Mitarbeitenden und stellte sich den Herausforderungen einer sich wandelnden Bildungslandschaft.

Begleitend zu ihrer beruflichen Tätigkeit bildete sich Frau Glaser kontinuierlich weiter. Im Jahr 2001 absolvierte sie ein Kontaktstudium im Bereich Führung an der Universität Karlsruhe, 2004 folgte eine Weiterbildung im Qualitätsmanagement. Nach einer Tätigkeit als selbstständige Referentin u.a. am ib Bildungszentrum Böblingen im Jahr 2005/2006 entschied sie sich für einen beruflichen Neuanfang im Schuldienst.

Von 2007 bis 2009 absolvierte Frau Glaser den Direkteinstieg an der Beruflichen Schule Oberndorf und unterrichtete dort die Fächer Energie- und Automatisierungstechnik und Computertechnik. Anschließend war sie bis 2014 als wissenschaftliche Lehrerin an den Beruflichen Schulen Oberndorf -Sulz tätig.

Zum Schuljahr 2014/2015 wurde Frau Glaser zunächst mit 10,5 Lehrerwochenstunden an die Staatliche Feintechnikschule mit Technischem Gymnasium abgeordnet. Im darauffolgenden Schuljahr erfolgte die Versetzung an unsere Schule, verbunden mit einer Rückabordnung von 9,5 Lehrerwochenstunden an die Beruflichen Schule Oberndorf-Sulz. Im Schuljahr 2016/2017 reduzierte sich diese Rückabordnung auf sechs Lehrerwochenstunden.

An der fts war Frau Glaser in zahlreichen Bildungsgängen und Schularten eingesetzt, darunter in der Berufsfachschule, den Industriemeistern, dem Technischen Gymnasium und den Technikern. Neben ihren technischen Fachgebieten übernahm sie auch Unterricht in fachfremden Bereichen wie Wirtschaftskunde sowie Sozial- und Betriebswirtschaftslehre. Die vielen Einzelstunden, der Einsatz in vier verschiedenen Abteilungen und die damit verbundenen Konferenzen stellten eine erhebliche Belastung dar, der Frau Glaser mit großer Zuverlässigkeit, Flexibilität und Einsatzbereitschaft begegnete.

Über den Unterricht hinaus brachte sie sich aktiv in die Schulgemeinschaft ein. Seit 2019 war sie Mitglied des Örtlichen Personalrats und vertrat dort engagiert die Interessen ihrer Kolleginnen und Kollegen. Im Jahr 2021 übernahm sie die Koordination der Sommerschule. Durch ihren persönlichen Einsatz und ihre intensive Betreuung gelang es ihr, Absolventinnen und Absolventen der Sommerschule erfolgreich in die dreijährige Berufsfachschule und das Technische Gymnasium zu vermitteln.

Als Anerkennung ihrer langjährigen Leistungen und ihres besonderen Engagements wurde Frau Glaser im Jahr 2022 zur Oberstudienrätin befördert. Im Jahr 2026 stellte sie den Antrag auf Versetzung in den Ruhestand.

Wir bedanken uns bei Frau Glaser herzlich für ihren unermüdlichen Einsatz, ihre Verlässlichkeit und die vielfältigen Beiträge, mit denen sie unsere Schule über viele Jahre hinweg bereichert hat. Für den neuen Lebensabschnitt wünschen wir ihr Gesundheit, Zufriedenheit, viele schöne Erlebnisse und vor allem die Zeit, all das zu genießen, was im beruflichen Alltag häufig zu kurz gekommen ist.

Vom Referendar zum Landesstützpunkttrainer – Kollege Andreas Heinrich geht in den Ruhestand

Manche Personalakten erzählen ganze Lebensgeschichten, andere beschränken sich auf das Wesentliche. Über die ersten beruflichen Stationen von Andreas Heinrich erfahren wir daher nur: in Hagen geboren, eine Lehre absolviert und anschließend studiert. Dafür ist sein Weg an unserer Schule umso besser dokumentiert, und vielen von uns noch sehr lebendig in Erinnerung.

Im September 1998, also vor beinahe 28 Jahren, wurde Herr Heinrich der Staatlichen Feintechnikschule mit Technischem Gymnasium als Referendar zugeteilt. Eingestellt wurde er damals von Schulleiter Werner Bogenschütz. Seine Ausbildungsfächer waren Nachrichtentechnik, Sport und Erziehungswissenschaft. Zu seinen Ausbildungslehrern gehörte unter anderem auch Herr Ettwein im Fach Nachrichtentechnik. Vermutlich war er sogar sein erster Referendar, nachdem er selbst 1993 an die Schule gekommen war.

Schon früh zeigte sich, dass hier ein Kollege ausgebildet wurde, der fachliche Kompetenz mit praktischer Erfahrung und einem klaren pädagogischen Standpunkt verband. In der Beurteilung als Schulleiter vom Mai 1999 bescheinigte Herr Ettwein ihm eine sehr gute Stoffbeherrschung. Er brachte seine eigene Berufspraxis gewinnbringend in den Unterricht ein, trat kompetent auf und zeigte ein vorbildliches erzieherisches Verhalten. Rudi Straetker, ein ehemaliger Kollege, ergänzte treffend, Andreas Heinrich lege großen Wert auf Disziplin. Wer ihn kennt, dürfte darin bereits einige seiner späteren Markenzeichen wiedererkennen.

Im Rahmen der schulpraktischen Ausbildung war Andreas Heinrich mit zwei Lehrerwochenstunden an die David-Würth-Schule abgeordnet. Im Juli 1999 absolvierte er außerdem ein einmonatiges Betriebspraktikum in der Abteilung Berufsausbildung bei Mannesmann VDO. Ein Jahr später bestand er erfolgreich die Zweite Staatsprüfung und durfte sich fortan Assessor des Lehramtes nennen.

Zum September 2000 wurde Herr Heinrich zunächst mit 17 Lehrerwochenstunden eingestellt. Wegen des dringenden Bedarfs wurden daraus allerdings umgehend 22 von 24 möglichen Wochenstunden. Von einem behutsamen Berufseinstieg konnte also keine Rede sein. Gleichzeitig wurde er zum Beamten auf Probe ernannt.

Bereits ein Jahr später hob Schulleiter Bogenschütz in seiner Beurteilung Heinrichs Aufbautätigkeit im zweijährigen Berufskolleg für Informations- und Kommunikationstechnik sowie seine Arbeit am Informatikfachschein für Elektromechaniker hervor. Er bezeichnete ihn als einen kompetenten Lehrer, der jedes neue Fach problemlos annehme und mit gutem Erfolg unterrichte. Im September 2001 folgte die Ernennung zum Studienrat.

Stillstand war für Andreas Heinrich nie eine Option. Im Schuljahr 2001/2002 begann er die Fortbildung zum CISCO-Instruktor, die er im April 2003 erfolgreich abschloss. Dazwischen wurde er im April 2002 zum Beamten auf Lebenszeit ernannt. Zahlreiche weitere Fortbildungen sollten folgen und zeigen, mit welcher Offenheit er technische Entwicklungen aufgriff und in seine Unterrichtsarbeit integrierte.

Auch außerhalb der Schule blieb Andreas Heinrich ausgesprochen aktiv. Im Jahr 2004 qualifizierte er sich für die Deutsche Karatemeisterschaft. Welche Platzierung er dort genau erreichte, verschweigt die Personalakte leider – vermutlich aus Rücksicht auf die Konkurrenz. Seit etwa 2005 wurde er Landesstützpunkttrainer Kata und war damit an der Spitzenförderung des Karatenachwuchses im Land beteiligt. Spätestens seit 2009 war er dann sogar „polizeilich bekannt“, glücklicherweise ausschließlich im besten Sinne: In diesem Jahr erhielt er sein Zertifikat als Gewaltschutztrainer.

Seine fachliche und persönliche Entwicklung blieb auch der Schulleitung nicht verborgen. In einer Beurteilung aus dem Jahr 2006 wurden insbesondere sein Beitrag zur Umsetzung des IT-Profils im Technischen Gymnasium sowie seine Belastbarkeit und Hilfsbereitschaft gewürdigt. Andreas Heinrich sei in der Lage, neue Aufgaben erfolgreich umzusetzen, und stehe innovativen Weiterentwicklungen offen gegenüber. Im Mai desselben Jahres wurde er zum Oberstudienrat befördert.

Über viele Jahre prägte er insbesondere das Technische Gymnasium. 24 Jahre lang arbeiteten Herr Heinrich und Herr Ettwein dort parallel: Er im Hardwarebereich, Herr Ettwein in der Software. Diese lange gemeinsame Zeit war von fachlichem Austausch, gegenseitiger Unterstützung und vielen gemeinsamen Erfahrungen geprägt.

Sein Wissen gab Heinrich nicht nur an unsere Schülerinnen und Schüler weiter. Ab Mai 2016 übernahm er einen Lehrauftrag an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg. Gleichzeitig entwickelte sich auch sein Engagement im Karatesport stetig weiter. Ab Oktober 2016 betreute er den Landeskader des Karateverbandes Baden-Württemberg. Fachlehrer, Hochschuldozent, Gewaltschutztrainer und Leistungssporttrainer, die Bandbreite seiner Tätigkeiten ist bemerkenswert.

Eigentlich sollte das Schuljahr 2025/2026 bereits den vorgezogenen Übergang in den Ruhestand markieren. Ganz ohne Schule ging es dann aber doch noch nicht und Andreas Heinrich blieb der fts weiterhin im Einsatz erhalten. Zum 31. Juli 2026 tritt er nun kraft Gesetzes in den Ruhestand.

Für den neuen Lebensabschnitt wünsche wir Gesundheit, Zufriedenheit und weiterhin viel Freude an allem, was ihn fachlich, sportlich und persönlich begeistert.

Texte: Kirsten Rocholl
Bild: Johann Weniger