Bogenschütz 05.02.2002

Die Staatliche Feintechnikschule mit Technischem Gymnasium (FTS) trauert um Ihren ehemaligen Schulleiter

Dipl. Ing Werner Bogenschütz, Oberstudiendirektor a.D.

1942 – 2026

Dipl. Ing. Werner Bogenschütz war Schulleiter der Staatlichen Feintechnikschule von 1995 bis 2002. Er begann seine berufliche Laufbahn mit einer Feinmechanikerlehre und studierte anschließend Feinwerktechnik in Furtwangen.

Nach dem Studium arbeitete er acht Jahre bei namhaften Firmen unter anderem bei Landis & Gyr, einem bedeutenden Hersteller im Bereich Steuer und Regelungstechnik, in der Schweiz. Bereits damals unterrichtete er nebenberuflich an der schweizerischen Fachschule für Betriebsfachleute.

Ein Studium der Berufspädagogik in Stuttgart folgte. Danach wurde er Berufsschullehrer in Tuttlingen. 2 ½ Jahre wirkte Werner Bogenschütz als Akademiereferent für Informations- und Kommunikationstechnik in Donaueschingen, danach wechselte er als Fortbildungsreferent für berufliche Schulen ans Kultusministerium. In den Bereichen EDV, Sport und Umwelterziehung war er auch für allgemeinbildende Schulen zuständig.

Werner Bogenschütz war ein Netzwerker.  Nach der Überlegung, dass die Schule Freunde und Unterstützer brauche, die davon überzeugt sind, dass die FTS einen wichtigen Auftrag für die Gesellschaft erfülle, initiierte er 1999 den Förderkreis Feintechnikschule, dem heute 110 Unternehmen angehören.   

Der Computer war in seiner Vorstellung ein wesentliches Unterrichtsmedium. Projekte wie Teleteaching, – Lehrer in der Schule, Schüler zu Hause -, wurden von ihm bereits in den 90er Jahren umgesetzt. Waren zu Beginn seiner Amtszeit Computer ausschließlich im Informationstechnikbereich zu finden, gab es an der FTS 2002 rund 250 Rechner für ca. 500 Schüler und Schülerinnen, vermutlich einmalig im deutschen Südwesten.

Zu seinem Amtsbeginn zählte die Feintechnikschule 356 Schüler und Schülerinnen, als er sich verabschiedete, waren es ca. 500. Erreicht wurde dies durch die Einführung neuer Schularten und neuer Schulprofile. In Ausbildungsmessen, Jugendkonferenzen und Ausbildungsmärkten stellte er seine Schule der Öffentlichkeit vor und fand dabei auch bedeutende Unterstützer aus Politik und Wirtschaft.

In vielen Schulbereichen sah er die aktuellen Entwicklungen voraus, so bei den neuen rechnerbasierten Unterrichtsmethoden, bei neuen schülerorientierten Lernmethoden und dem neuen Trend zur Qualitätstechnik auch in Schulen. Er versuchte die FTS schon ganz am Anfang in solche Entwicklungen einzubinden und für die Schulträger, Land und Landkreis, attraktiv zu machen.  

Wir danken ihm für seinen außerordentlichen und vorausschauenden Einsatz für die Staatliche Feintechnikschule mit Technischem Gymnasium.

Für die Staatliche Feintechnikschule – Dipl. Ing. Thomas Ettwein, Schulleiter

Für den Förderkreis Feintechnikschule – Prof. Dr. Ing. Hans-Walter Haller

Für die Vereinigung ehemaliger Feintechnikschüler – Christian Hamdorf

Für den Verein der Freunde des Technischen Gymnasiums – Melanie Raible