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Chinabesuch

Unsere Schüler und Lehrer (Annette Beha, Werner Felten) werden am Westlake von Schülern, Angestellten und dem Reiseleiter David abgeholt.
Besuch der chinesischen Niederlassung einer deutschen Firma aus dem Schwarzwald
Zhu Yuying (links) Leiterin der auswärtigen Angelegenheiten (sie war 2009 bei uns beim Austausch dabei) und Lucy Zhao
Annette Beha und Werner Felten im Deutschunterricht in China

Hier das erste Foto: Unsere Schüler und Lehrer (Annette Beha, Werner Felten) werden am Westlake von Schülern, Angestellten und dem Reiseleiter David abgeholt.

1. Tag: Von der Landebahn direkt zur Betriebsbesichtigung

Nach einem elfstündigen anstrengenden Flug sind wir um 14 Uhr Ortszeit in Shanghai gelandet. Trotz 7 Stunden Zeitverschiebung ging nach der Ankunft am Flughafen direkt das volle Programm los.

Wir wurden von unserer Reiseleiterin Yolanda am Flughafen begeistert empfangen und mit einem Reisebus fuhren wir zur Niederlassung der Firma ebmPapst. Nach einer Firmenpräsentation bekamen wir eine sehr interessante und informative Führung von Markus Peikert, dem dortigen technischen Leiter, durch das Ebmpapst-Werk. Man zeigte uns ebenfalls die Produktion und das Bürogebäude.

Hier erfuhren wir im Gespräch mit Herrn Peikert erste persönliche und sehr spannende Sichtweisen eines seit acht Jahren in China lebenden deutschen Managers. Dabei bekamen wir eine Vielzahl von Informationen zum Leben und Arbeiten in China. Außerdem erfuhren wir Zahlreiches über die Besonderheiten des chinesischen Marktes.

Anschließend ging es ins Stadtzentrum von Shanghai, in welches wir circa 1,5 Stunden bei dichtem Verkehr benötigten.

Nach dem Essen und einem kurzen Fotostopp auf der Promenade (Bund) entschlossen wir uns spontan eine Bootsfahrt auf dem Huangpu River zu machen. Vom Fluss hat man auf der einen Seite fantastische Ausblicke auf die alten Kolonialgebäude und auf der anderen Seite kann man die prächtige Skyline des Finanzdistrikts in Pudong bestaunen.

Total erschöpft von den vielen Eindrücken und der langen Anreise checkten wir zufrieden im ersten Hotel ein.

Bericht und Fotos: Daniel Kapala, Max Reger, Manuel Roths

Tag 2: Skywalk und Besichtigung Waldmann-Shanghai

An unserem zweiten Tag in China sind wir morgens zum Jinmao-Tower gefahren und hatten im 88. Stock einen wunderbaren Rundumblick auf Shanghai. Ein mutiger Teil unserer Gruppe hat sich zum Skywalk überwunden und durfte außen am Turm gesichert entlanglaufen.

Nach unserem luftigen Ausblick sind wir in den Yu-Garten – einen Privatgarten inmitten von Shanghai – und haben dort die schön anzusehenden im alten Stil erbauten Häuser aus der Ming-Zeit besucht.

Damit wir uns nicht nur mit Sightseeing beschäftigen, wurden wir von der Firma Waldmann in Schwenningen in ihre Shanghaier Niederlassung eingeladen.  Dort wurden wir herzlich empfangen und durch die Fertigung geführt. Anschließend saßen wir bei Snacks und Getränken mit unseren beiden Ansprechpartnern, Herrn Geiger und Frau Kortmann, zusammen und konnten Fragen, nicht nur auf die Firma bezogen, sondern auch allgemein auf China und seine Kultur bezogen stellen und bekamen diese ausführlich beantwortet.

Nach unserem Programm sind wir mit dem Bus zwei Stunden nach Suzhou gefahren und beendeten den Tag mit einem leckeren Essen.

Bericht und Fotos: Martin Güntter, Fabian Heggen

Tag 3: Von Suzhou nach Hanzhou


Unser Tag begann mit dem Frühstück in Suzhou. Die Stadt Suzhou ist von einem Netz von Kanälen und Kanalhäusern durchzogen. Auf dem Kaiserkanal haben wir eine Sightseeing Bootstour unternommen. Nach der entspannten Fahrt haben wir die typisch chinesischen Läden der Stadt auf der Shantangstraße erkundet. Dort wurden schon erste Souvenirs gekauft. Hier lernten wir auch das ursprüngliche Marktleben einer chinesischen Stadt, in der sämtliche Lebensmittel offen verkauft und sogar Hühner auf offener Straße geschlachtet werden kennen.

Dann ging es auf zum Essen in einem Restaurant, das ein Büfett bereitstellte. Nachdem wir uns mit gutem europäischen Kaffee versorgt hatten, sind wir zum Panmen gelaufen. Panmen ist ein einzigartiges Festungstor, das vor 700 Jahren zur Überwachung der Stadtzugänge zu Land und zu Wasser diente. Umgeben ist die Anlage von einem schönen Garten mit einer 43 Meter hohen Pagode.

Dies war eine gute Abwechslung zu den Großstädten mit nur knapp 6 Millionen Einwohnern.

Dort trafen wir sehr viele junge chinesische Schüler auf einem Schulausflug, die uns voller Freude zugewunken haben, was uns sehr entzückt hat.

Mit dem Bus sind wir anschließend zum Suzhou-Seidenmuseum aufgebrochen. Erklärt wurde uns die Geschichte der Seidenherstellung und die Verwendung von Seide von etwa 4000 v. Chr. bis in die Gegenwart. Der interessanteste Teil ist die Vitrine voll lebender Seidenraupen, die dort Maulbeerblätter fressen und Cocons spinnen. Wir konnten sogar gemeinsam beim Aufziehen der Seidenfäden behilflich sein.

In einem großen Verkaufsraum wurden alle Arten von Seidenprodukten zum Kauf angeboten, von dem ausnahmslos alle Gebrauch machten.

Von Suzhou aus fuhren wir nach Hangzhou in eine andere Provinz. Als letztes haben wir gemeinsam gegessen und ein Bier genossen.

Bericht: Jana Casper und Jessica Weber

Tag 4: Tagsüber Tee und See

Zum Abschluss Kennenlernen unserer chinesischen Austauschpartner
Nach einem Frühstück im Hotel sind wir mit dem Bus ca. eine Stunde in eine Teegegend um Longjing gefahren. Dort angekommen, wanderten wir ein Stück den Berg hinunter in ein kleines Dorf. In diesem Dorf (übersetzt Drachen-Quelle) werden die berühmtesten grünen Tees Chinas hergestellt. Der teuerste Tee wird immer vor dem 02. April geerntet. Von dort aus wanderten wir gemeinsam durch die Teeterrassen quer durch die schier endlosen Teefelder. Als wir oben ankamen, konnten wir zu Belohnung ein atemberaubendes Panorama genießen. Wir konnten in der Ferne auch den Westsee sehen. Direkt daran angrenzend, durch den Dunst kaum zu erkennen, waren schon die Hochhäuser der nahegelegen Stadt Hangzhou zu erkennen. Wir knipsten noch einige Bilder und begannen im Anschluss den Abstieg. Unten angekommen, erwartete uns eine kleine Teezeremonie des Drachenbrunnentees in einem Teehaus, in dem man anschließend auch die Gelegenheit bekam Tee und weitere aus Tee hergestellte Produkte zu kaufen. Eigentlich hatten wir uns auf eine traditionelle Teezeremonie eingestellt, allerdings war es doch eher eine Verkaufsveranstaltung.

Mit dem Bus fuhren wir an den Westsee und machten dort eine Rundfahrt mit dem Boot.

Der im Herzen von Hangzhou gelegene acht Quadratkilometer große Westsee zählt zu den schönsten Landschaften Chinas. Ursprünglich war der See ein Seitenarm des Flusses Qiantang und wurde zu einem See, als dieser Fluss im 4. Jahrhundert versandte.

Anschließend erwartete uns eine Delegation der Ningbo Polytechnic Schule, um uns mit dem Bus abzuholen. Nach einer dreistündigen Fahrt kamen wir etwas müde an der Schule an. Dort aßen wir zu Abend und lernten schließlich unsere Austauschpartner kennen. Eine wunderbare Woche gemeinsam mit unseren chinesischen Freunden sollte beginnen...

Bericht: Jonas Lissy und Elias Schäfer

Tag 5: Ningbo Schulbesichtigung, Ningbo Hafenmuseum, Kalligraphie

Unser erster Morgen in Ningbo begann mit einem Frühstücksbüffet im College Hotel, wo wir die nächsten sechs Nächte untergebracht sein werden. Nachdem wir zu Ende gegessen hatten, erwarteten uns schon pünktlich um 8:50 Uhr unsere Austauschschüler in der Lobby. Trotz des leichten Nieselregens wurde uns eine Führung durch den Campus geboten. Auf diesem befanden sich neben Klassenzimmergebäuden auch die Wohnheime für die Studenten und Studentinnen, sowie eine Bibliothek, eine Art Museum/Ausstellungsraum, eine Fahrschule und mehrere Cafés und Shops. Die Bibliothek kann jeder chinesische Bürger benutzen, da die Schule sie zusammen mit der Regierung gebaut hat.


Um 10:00 Uhr wurden wir mit einem Bus zum Ningbo Hafenmuseum gebracht. Der Ningbo Containerhafen zählt zu den fünf größten der Welt. Das Museum erzählt die Geschichte der Häfen und erklärt, wie sich China zum weltgrößten Exportland entwickelte.

Zurück an der Ningbo Polytechnik und nach einem kurzen Mittagessen bekamen wir gegen 14:00 Uhr traditionelle chinesische Kalligraphie gezeigt. Unsere Austauschschüler brachten uns Wörter bei und schrieben sie zum Abschreiben vor. Um 15:00 Uhr war das Programm vorbei und jeder von uns verabredete sich anschließend mit seinen Austauschpartnern. Wir haben uns von ihnen chinesische Spezialitäten bestellen lassen und viel Neues probiert. Da die Austauschschüler um 22:00 Uhr in ihren Wohnheimen sein müssen, verabschiedeten wir uns und erkundeten das nächtliche Ningbo ohne sie weiter.

Bericht und Fotos: Elias Grieninger und Alexander Würthner

Tag 7: Konsum und Kultur

Der Tag begann um 8.20 Uhr mit einer einstündigen Fahrt zur ACE Spielzeugfabrik. Das Unternehmen produziert auf 23 000 qm alles, was mit Kunststoff umgeben ist, leuchtet und Spaß macht. Beispiele hierfür sind Lichterketten, Saisonartikel oder Werbegeschenke. Uns wurde das Unternehmen von der Konstruktion und Entwicklung bis hin zur Endmontage vorgestellt. So durften wir detaillierte Einblicke in ein chinesisches Unternehmen gewinnen. 70% der Waren werden in die Vereinigten Staaten exportiert und in Großmärkten wie WalMart verkauft. Lediglich 20% der produzierten Waren gehen nach Europa, jedoch soll dieser Anteil vergrößert werden wegen der neuen US-Zölle auf chinesische Waren.

Anschließend besichtigten wir die älteste private Bücherei Asiens mit einer über 400 Jahre alten Geschichte. Der Ort mit vielen Einzelgebäuden und schöner Gartenanlage war sehr spirituell. Besucht haben wir dort auch die interessante Ausstellung über die Entwicklung des Mahjong.

Wir ließen den Tag bei vielfältiger chinesischer Küche und tollem Ambiente auf der bekannten Nantang-Road ausklingen.

Bericht: Manuel Roths, Daniel Kapala, Max Reger

Tag 9: Oper, Scherenschnitt und Knotenkunst

Am neunten Tag unserer Reise wurde uns morgens ein Teil einer traditionellen chinesischen Oper von chinesischen Collegestudentinnen vorgeführt und anschließend, ein Highlight des Austausches, durften wir Opernkostüme anprobieren und wurden passend geschminkt.

Nach dem Mittagessen sind wir zusammen mit unseren Austauschschülern zum Sportfest gegangen und haben uns einen Wettkampf angeschaut. Als letzter Programmpunkt des Tages stand Knotenkunst und Scherenschnitt auf dem Plan, was sich als schwierig erwies, aber Spaß machte.

Nach dem Abendessen sind wir mit einigen Austauschschülern in eine Karaokebar und hatten eine wirklich tolle gemeinsame Zeit.

Bericht: Martin Güntter, Fabian Heggen